Listensofa - Iron Maiden

Es sind schon wieder fast drei Monate ins Land gezogen, ohne dass ich mich hier zu irgendetwas geäußert hätte. Das lag vor allem daran, dass mir nichts Gescheites einfiel – oder zumindest nichts, was mich selber genug überzeugte, um mich ein paar Stunden hinzusetzen und darüber zu schreiben.

Was jetzt kommt, ist erstmal ein Testballon – in erster Linie für mich selbst. Ich glaube zwar schon, dass mir das genug Spaß macht, um es künftig auch noch für andere Bands zu machen, aber mal sehen:

Das Listensofa – die Rubrik heißt übrigens so, weil ich die Fotos dafür auf dem Sofa gemacht habe und mir kein dümmerer Name einfiel.

Worum geht es? In diesem kleinen schnuckeligen Familienforum, in dem ich mich gerne aufhalte, ist es seit jeher Brauch, dass wenn eine Band ein neues Album ankündigt, viele Leute reflexartig das bisherige Schaffen der Band in eine Rangliste bringen. Bei einer Band wie Iron Maiden reicht natürlich ein deutlich nichtigerer Anlass als die Ankündigung einer neuen Platte aus, damit sofort etliche Listen gepostet werden – Bruce Dickinson äußert sich bemerkenswert dumm zu Brexit? Egal, welches Maiden-Album ist eigentlich das beste?

 

Die Listen entstehen natürlich in kurzer Zeit, sind in ebenso kurzer Zeit wieder verschwunden und werden meist auch nicht begründet. Deswegen dachte ich mir, man könnte ja mal so eine Rangfolge der Alben von Band XY erstellen und jeweils auch etwas dazu schreiben. Dies setzt natürlich voraus, dass man mit dem Schaffen der Band möglichst vollständig vertraut ist und dass es auch mehr als drei oder vier Alben gibt, damit es sich lohnt und zumindest auch eine kleine Herausforderung beim Erdenken der Liste ist. Da es ein klassisches Beispiel ist, ich zumindest die letzten 20 Forums-Listen bei dieser Band nicht mehr mitgemacht habe und zudem jeder etwas dazu sagen kann, geht es in der ersten Ausgabe des Listensofas also heute um Iron Maiden. Ach ja: Ich beschränke mich auf reguläre Studio-Alben.


DIE PLÄTZE 16 BIS 13

Ich fand es lustigerweise schwieriger, die Schlusslichter, oder sagen wir besser die zweite Hälfte in eine vernünftige Reihenfolge zu bringen, als meine Lieblingsalben. Vorab: Ich bin der Meinung, dass Iron Maiden genau zehn Alben gemacht haben, die man nicht nur haben sollte, sondern eigentlich haben muss. Über die Platten danach kann man trefflich streiten. Der aufmerksame Leser merkt: Platz 16 bis 12 sind aus meiner Sicht dann wohl eher verzichtbar. Da das hier aber kein Hass-Blog ist, will ich mich trotzdem an einer fairen Bewertung versuchen:

 

Platz 16: The Final Frontier (2010)

Ich bin bisher noch jedes Mal auf diese Band hereingefallen und habe mir immer alle Studioalben gekauft. Dieses hier für einen völlig überteuerten Preis im Schweden-Urlaub 2010, weil ich keine Lust hatte, bis zu Hause zu warten. Nach ein paar Durchläufen fiel die Ernüchterung dann umso größer aus. "The Final Frontier" beginnt noch recht interessant mit seinem Intro "Satellite 15", bei dem Maiden versuchen, sich in für sie neue Gefilde vorzuwagen und modern-scifi-hallig herumdoktern. Ich finde das Intro zu lang, ansonsten ist es aber der beste Part der Platte. Bruce Dickinson singt auf Songs wie "El Dorado" oder "Mother of Mercy" derart über seinem Limit, dass es schmerzt – der Mann war damals schon Anfang 50, versuchte aber immer noch die Höhen zu erreichen, die er mit Mitte 20 erklimmen konnte – ein Fehler.

Ansonsten ergeht sich das Album in überlangen und aufgeblasenen Liedern wie "Starblind", "The Man Who Would Be King" oder der fürchterlichen Schunkelnummer "Where the Wild Wind Blows", die sich über ganze elf Minuten zieht und mich schon beim ersten Anhören ernsthaft sauer gemacht hat. Auf der Habenseite stehen neben dem erwähnten Intro maximal "The Alchemist" als ganz nette Uptemponummer und der halbwegs gelungene Chorus von "The Talisman" - auch wenn Dickinson hier erneut an seine Grenzen stößt. Dazu kommt das tatsächlich knapp hässlichste Albumcover der Iron Maiden-Geschichte, was der Künstler sich bei diesem Machwerk gedacht haben mag, entzieht sich meiner Kenntnis und auch meinem Verständnis. Daher bleibt für "The Final Frontier" leider nur die Schlusslicht-Position übrig.

 

Platz 15: Dance of Death (2003)

Wenn ich bei "The Final Frontier" vom knapp hässlichsten Artwork spreche, dann deswegen, weil "Dance of Death" da verdammt nah herankommt. Das von Cathedral-Haus- und Hof-Künstler David Patchett entworfene Bild, das in seiner ursprünglichen Version auch schon nicht so richtig gut (aber wenigstens nicht total missraten) war, wurde auf Geheiß Ron Smallwoods danach vollständig auf groteske Weise entstellt. Minderwertig gerenderte Figuren, zum Teil anatomisch unmöglich, wurden wahl- und lieblos auf das Cover geklatscht, nichts, aber auch wirklich gar nichts passte zusammen und folgerichtig distanzierte sich Patchett später von diesem Machwerk und ließ sogar seinen Namen aus dem Booklet streichen. Dann krankt "Dance of Death" an seinem Sound. Ich kenne die Geschichte so, dass Kevin Shirley hier nur grob im Schnellverfahren die Spuren zusammengekloppt hatte, ohne jeden Feinschliff oder Feingefühl, um Steve Harris die ungefähre Ausrichtung zu zeigen. Der aber fand das Ergebnis so toll, dass es gleich so abgesegnet wurde – 30 Jahre Heavy Metal machen eben offenbar doch taub. Muffig, komplett saft- und kraftlos klingt "Dance of Death", so als hätte über allen Mikrofonen immer ein dickes Handtuch gelegen. Die reine Pappe und mit Genuss schlicht nicht hörbar. Songtechnisch war es nach dem sehr guten Comeback-Album "Brave New World" ebenfalls ein gewaltiger Rückschritt. Gelungen sind aus meiner Sicht lediglich der folkige Titelsong und das epische "Paschendale", für mich das mit Abstand beste Lied des Albums und eben auch wirklich richtig gut. "No More Lies" und "New Frontier" haben noch ihre Momente, ansonsten wird es hier leider auch ziemlich schnell ziemlich dünn.

 

Platz 14: The Book of Souls (2015)

Der Fachmann hat auf dem Foto bereits erkannt: Platz 16 und 15 habe ich inzwischen längst verkauft, und auch das bis dato letzte Album "The Book of Souls" steht schon lange zum Verkauf, es will bloß niemand haben. Das erste Doppel-Album in der Geschichte der Band, elf Songs in über anderthalb Stunden Spieldauer. Aus meiner Sicht ist das größte Problem der späten Iron Maiden, dass sie nie auf den Punkt kommen und ihre Songs oft bis zur Besinnungslosigkeit auswalzen. Drei Songs über zehn Minuten Länge, mit dem 18minütigen "Empire of the Clouds" gar der mit Abstand längste der Bandgeschichte... ich war im Vorfeld skeptisch – und kaufte "The Book of Souls" trotzdem wieder. Warum, weiß ich nicht.

Das Artwork kann man sich zwar einigermaßen angucken und der Sound ist auch okay, aber bei den Songs hapert es nach wie vor. Lustigerweise gehört ausgerechnet "Empire of the Clouds" zu den besseren Liedern – hätte Dickinson, der den Song geschrieben hat, hier noch einmal jemanden drübergucken lassen, der sich mit Orchester-Arrangements zumindest einigermaßen auskennt – das Lied hätte ein Hammer werden können. Der Opener "If Eternity Should Fail", ursprünglich für ein weiteres Soloalbum geschrieben, stammt ebenfalls von Dickinson und ist der beste Song des Albums. Zudem singt er deutlich besser als auf dem Vorgänger-Album "The Final Frontier". Im Grunde rettet Bruce "The Book of Souls" so im Alleingang vor dem letzten Platz. Harris ist mit dem Viertelstünder "The Red and the Black" endgültig im Kompositions-Nirwana angekommen, wer hier bis zum Ende wach bleibt, hat meinen vollen Respekt. Die restlichen Songs pendeln zwischen 'ganz okay' und 'kann man lassen', wirklich mitreißen tut aber kein einziger. Der Text von "Tears of a Clown", Robin Williams gewidmet, ist noch dazu auf eine unangenehme Weise merkwürdig und naiv. Wenn man vom Thema Depression keine Ahnung hat, sollte man vielleicht kein Lied darüber schreiben.

 

Platz 13: Virtual XI (1998)

Das zweite Album mit Zwischendurch-Sänger Blaze Bayley und das in jeder Hinsicht schlechtere der beiden. In einem ausführlicheren Review hatte ich mich ja auf dieser Seite schon einmal mit "Virtual XI" und dessen Vorgänger "The X Factor" beschäftigt. Inhaltlich stehe ich nach wie vor hinter diesen Reviews. "Virtual XI" ist im Grunde zum Großteil verzichtbar. Komplett-Ausfälle wie "Lightning Strikes Twice" oder "The Angel and the Gambler" (vermutlich tatsächlich das schlechteste Lied, das diese Band je geschrieben hat) stehen neben durchaus gelungenen Songs wie "The Educated Fool" oder der Ballade "Como Estais Amigos". Überzeugen kann mich zudem der Opener "Futureal" (auch als Gegenentwurf zu "Sign of the Cross"). Richtig herausragend ist aber eigentlich nur "The Clansman". Und auch hier muss man sagen, dass dieser Song seine volle Wirkung erst entfaltet, wenn Bruce Dickinson ihn live singt (siehe z. B. "Rock in Rio").

Soundtechnisch hat auch "Virtual XI" das Problem, viel zu gedämpft und irgendwie schlaff zu klingen, und das Cover erreicht in Sachen Fürchterlichkeit immerhin den dritten Platz auf dem Podium. An einem anderen Tag hätte ich "The Book of Souls" vielleicht knapp vor "Virtual XI" gesehen, aber heute tue ich das eben nicht.


DIE PLÄTZE 12 BIS 8

Im zweiten Viertel der Iron Maiden-Diskographie-Schau nähern wir uns den erwähnten zehn Alben, die man von dieser Band aus meiner Sicht haben sollte, nun also schon an. Und auch die Plätze 12 und 11 haben durchaus ihre Berechtigung:

 

Platz 12: No Prayer for the Dying (1990)

Das größte Problem von "No Prayer for the Dying" ist vielleicht nicht einmal das Album selbst, sondern sein übermächtiger Vorgänger, bei dem Iron Maiden in Sachen Epik langsam an ihre Grenzen gestoßen waren und nun die Reißleine zogen. "No Prayer for the Dying" ist ein sehr geerdetes Album, kein Bombast, kein Pomp, es geht zurück zu den Wurzeln, es wird einfach drauflosgerockt. Gerade einmal ein Song ("Mother Russia") knackt die Fünf-Minuten-Marke, alles andere bewegt sich im Radioformat. Nun habe ich schon gesagt, dass ich als das Hauptproblem der späten Maiden sehe, dass sie ihre Ideen immer viel zu stark auswalzen. Bei "No Prayer for the Dying" haben sie das zwar nicht getan, trotzdem kommt ein meiner Meinung nach eher schwaches Album heraus. Es schien einfach die Luft raus zu sein. Adrian Smith war weg, die 'klassische' Besetzung, die sich immerhin vier Alben lang gehalten hatte, somit Geschichte. Iron Maiden sind auf diesem Album durchaus ein paar tolle Songs geglückt. Neben dem gemeinhin verpönten, von mir aber sehr gemochten "Mother Russia" ist das aus meiner Sicht vor allem der halbballadeske Titelsong. "Fates Warning", "Run Silent Run Deep" und "Tailgunner" haben ebenfalls ihre Momente. Richtig schlecht sind eigentlich nur "The Assassin" (dieser Chorus…. Hallo?) und die Ballermann-Nummer "Bring Your Daughter… ...to the Slaughter", die man der Band am liebsten links und rechts um die Ohren hauen möchte. Der Rest des Albums ist ganz okay, aber weit entfernt von essenziell.

 

Platz 11: A Matter of Life and Death (2006)

Das dritte Album nach der Reunion mit Bruce Dickinson und meiner Meinung eins von zweien, die zumindest in Teilen als durchaus gelungen bezeichnet werden können. "A Matter of Life and Death" hat zumindest schonmal ein einigermaßen ansehnliches Cover, was ja gerade für späte Iron Maiden schon beinahe die Ausnahme ist. Die musikalische Ausrichtung der Platte ist zudem relativ düster, was mir ja immer entgegenkommt. Diverse Texte befassen sich mit dem Thema Krieg, und trotz der teils amtlichen Songlängen schaffen es Maiden zumindest über weite Strecken, die Spannung zu halten. Highlights sind für mich vor allem die Single "The Reincarnation of Benjamin Breeg", das leicht orientalisch angehauchte "The Pilgrim" und das schön düstere "The Longest Day". Auch "These Colours Don't Run", "Brighter than a Thousand Suns" und "For the Greater Good of God" können einigermaßen überzeugen, auch wenn bei letztgenanntem der Chorus zu banal ausfällt. Den Rest nehme ich eher als Füllmaterial wahr. "A Matter of Life and Death" ist übrigens das einzige Maiden-Alben aus der zweiten Karrierehälfte, das ich heute besser finde als bei seinem Erscheinen. Gerade nach der Komplettgraupe "Dance of Death" war das schon ein klarer Schritt in die richtige Richtung. Kann man ebenso wie "No Prayer for the Dying" durchaus haben.

 

Platz 10: Fear of the Dark (1992)

"Fear of the Dark", Iron Maidens neuntes Album und das damals vorerst letzte mit Bruce Dickinson, eröffnet die Top 10 und die Reihe der Alben, an denen für mich kein Weg vorbeiführt. Dabei ist auch auf "Fear of the Dark" nicht alles Gold, was glänzt. Aus meiner Sicht ist es sogar das Maiden-Album mit der größten qualitativen Spannweite. Neben absoluten Großartigkeiten wie "Afraid to Shoot Strangers" (bester Song der Band aus den 1990ern), dem treibenden "The Fugitive" oder dem von wunderschönen Leads getragenen "Childhood's End" greifen Iron Maiden mit "The Apparition" nämlich auch noch einmal komplett daneben und hauen eine lupenreine Nullnummer raus. Auch bei "Weekend Warrior" fragt man sich, was in den Köpfen der Band vorgegangen sein mag. Ein Song über Hooligans, und dann auch noch so ein schlechter. Naja…

Besser kommen da neben den genannten Highlights schon der schnelle Eröffnungssong "Be Quick or be Dead" und ja, auch der Titelsong daher. Im Grunde ist der Song "Fear of the Dark" eine klare Zehnpunktenummer – wäre sie nicht zuletzt von Iron Maiden selbst (aber auch von jeder Metaldisko der Welt) vollständig zu Tode gespielt worden: Selbst auf 'Early Days'-Touren hat man nicht auf dieses Lied verzichtet, es ist einfach drüber. Unter 'Guilty Pleasure' fällt bei mir noch "From Here to Eternity", eine im Grunde komplett peinliche Prollrock-Veranstaltung, die ich aber aus mir unbekannten Gründen heiß und innig liebe. Der Rest ist verzichtbar, tut aber auch niemandem weh (abgesehen vom arg kitschigen "Wasting Love") – ein Album, das ich wegen herausragender Einzelsongs nicht missen möchte. Und covertechnisch ist ebenfalls alles im Lot. Der Baum-Eddie, entgegen der landläufigen Meinung übrigens nicht von Derek Riggs gezeichnet, gehört immer noch zu meinen liebsten.

 

Platz 9: Brave New World (2000)

Nach den für viele Fans dunklen Blaze-Jahren kam nach "Virtual XI" neben Bruce Dickinson auch gleich noch Adrian Smith zurück, Janick Gers blieb und Iron Maiden sind seitdem ein Sextett. Immerhin nun schon an die 20 Jahre, fünf Alben, diverse lange Konzertreisen und es ist somit die Besetzung, die mit Abstand am längsten von allen bestand. "Brave New World" ist eigentlich komplett großartig. Das Gesamtbild trüben lediglich die dümmliche Schunkelnummer "Blood Brothers", das von mir aufgrund seines aufdringlichen Refrains als Schwachpunkt wahrgenommene "Out of the Silent Planet" sowie das nicht ganz so spannende "The Fallen Angel". Die übrigen sieben Lieder sind allesamt hochwertig, für mich stechen besonders das mitreißende, im Mittelteil an "The Number of the Beast" erinnernde "Ghost of the Navigator" sowie das schleppende, beinahe schon doomige "The Nomad" heraus, beides klare Zehnpünkter und Kandidaten für jede Maiden-Playliste. Sound und Artwork passen, mit "Dream of Mirrors" gelingt der Band gar ein Ausflug in Prog-Gefilde, "The Wicker Man" macht in seiner Simplizität einfach nur Spaß ohne Ende, und obwohl bei der Reunion mit Sicherheit auch Kohle eine nicht unerhebliche Rolle gespielt hat, wirkt "Brave New World" vor allem von Anfang bis Ende so, als hätte die Band wirklich Bock auf das, was sie da macht. Absolute Pflichtveranstaltung.


DIE PLÄTZE 8 BIS 5

Aufgrund der doch recht amtlichen Textlänge hatte ich ursprünglich überlegt, an dieser Stelle erstmal einen Break zu machen und den zweiten Teil zu einem späteren Zeitpunkt folgen zu lassen. Aber da ich nun schon alles geschrieben habe, entschied ich mich letztlich doch dagegen. Ihr könnt aber gerne Feedback geben, ob ich das bei eventuellen Folgetexten dieser Länge vielleicht lieber doch machen sollte.

Kommen wir also zur zweiten Hälfte des Listensofas – mittlerweile in den Top 10 längst angekommen, sind diese Platten aus meiner Sicht alle Pflicht:

 

Platz 8: The X Factor (1995)

Es stimmt bei genauem Nachdenken gar nicht, dass ich nur "A Matter of Life and Death" heute besser finde als bei seinem Erscheinen – auf "The X Factor", das erste der beiden Alben mit Blaze Bayley, trifft das ebenfalls zu, sogar in deutlich stärkerem Ausmaß. Was war ich damals als 17jähriger Steppke enttäuscht von diesen langsamen, schleppenden Songs, der düsteren und ungewohnten Stimmung, dem merkwürdigen Gesang. Lediglich "Sign of the Cross" fand ich von Beginn an super und tue dies bis heute – sehr deutlich der beste Song, den Maiden mit Bayley aufgenommen haben. Der Rest langweilte mich zu Tode und ich habe tatsächlich erst viele Jahre später erkannt, wie gut "The X Factor" eigentlich ist. Klar könnte der Klang mehr Druck vertragen und klar ist Bayley im Vergleich zu seinem Vorgänger stimmlich limitiert – letzteres war aber eigentlich in erster Linie live ein Problem. Die Songs auf "The X Factor" jedoch kann er ja singen (kleiner Seitenhieb: im Gegensatz zu Dickinson bei diversen "The Final Frontier"-Songs). Abgesehen davon hat er auch auf seinen Solowerken oft genug unter Beweis gestellt, dass er singen kann, von daher steht dieser Punkt für mich gar nicht zur Diskussion. "The X Factor" ist nicht nur aufgrund Bayleys dunklerer Stimmfärbung klar Iron Maidens düsterstes Album – auch die Songs sind durch die Bank nicht besonders fröhlich, bewegen sich bis auf "Man on the Edge" maximal im Midtempo, handeln von Krieg, Zerstörung und Traumata. Sonderlich gut drauf war Harris zu dieser Zeit offenbar nicht, soweit ich weiß, hatte er auch gerade eine Scheidung zu verarbeiten. Mich überzeugen die Lieder auf "The X Factor" eigentlich durch die Bank. Herausragen tun neben dem erwähnten "Sign of the Cross" für mich vor allem "The Aftermath" und "The Edge of Darkness" – absolute Bombensongs. Einen Ausfall gibt es dafür für mich nicht, auch vermeintliche Füller wie "Look for the Truth" oder "2 a.m." haben alle ihre Momente. Das Album wirkt vor allem am Stück, weil sich dann die Atmosphäre am besten entfalten kann. Nein, auf "The X Factor" lasse ich nichts kommen, das ist eine richtig gute Platte.

 

Platz 7: Piece of Mind (1983)

Es ist vermutlich vorhersehbar as fuck, dass die ersten sieben Alben von Iron Maiden auch die ersten sieben Plätze belegen. Diese Meinung ist natürlich wenig originell, aber was soll ich machen? Ich sehe es nun einmal so. "Piece of Mind", das erste Album mit Nicko McBrain und das erste in dem Line Up, das von vielen als das 'klassische' empfunden werden dürft, steht dabei auf dem siebten Platz.

Warum Platz 7? Nun, neben völligen Übersongs wie "Where Eagles Dare", "Revelations", "To Tame a Land" und natürlich dem ewigen Dauerbrenner "The Trooper" schrieben Maiden mit der bescheuerten Wurstnummer "Die with Your Boots on" auch ihren ersten richtigen Ausfall. "Quest for Fire" und "Sun and Steel" kommen zudem auch nicht so richtig über das Prädikat 'ganz nett' hinaus. Alles andere ist natürlich vollständig großartig auf "Piece of Mind". Das gilt für Artwork, Sound und das legendäre Foto der Band beim Gehirn-Dinner. Speziell Dickinsons Blick ist unbezahlbar. Mein Lieblingslied ist vermutlich "Revelations", knapp gefolgt von "Where Eagles Dare" (dieser Instrumental-Teil!) und dem oftmals etwas untergehenden "Still Life". Ein echter Klassiker.

 

Platz 6: The Number of the Beast (1982)

Das erste Album mit Bruce Dickinson und vermutlich das mit den meisten wirklichen Klassikern. Den Titelsong, "Run to the Hills" und "Hallowed be thy Name" kennt nun wirklich jeder, der sich in seinem Leben auch mal nur 15 Minuten für Heavy Metal interessiert hat. Songs, die auch 37 Jahre nach ihrer Veröffentlichung tatsächlich immer noch frisch und unverbraucht klingen, komischerweise habe ich hier auch das "Fear of the Dark"-Totgehört-Syndrom nicht, obwohl ich diese Songs sicher öfter gehört haben dürfte. Wahres Highlight ist aus meiner Sicht aber "The Prisoner", was für eine völlige Gottnummer mit einem Clive Burr in Bestform. Gleiches gilt für die Halbballade "Children of the Damned".

"Invaders" und "Gangland" fallen im Vergleich zum Rest ganz leicht ab, sind aber dennoch vollkommen fantastisch. Die Reihung hinter "Killers" ist eigentlich eine vollständige Tagesform-Entscheidung gewesen, die beiden Alben nehmen sich qualitativ überhaupt nichts, obwohl sie sich ansonsten natürlich sehr stark voneinander unterscheiden. Den Ausschlag hat letztlich wohl das Cover gegeben, das von "Killers" ist einfach besser.

 

Platz 5: Killers (1981)

Ich glaube, das sei anfangs erwähnt, dass "Killers" sogar mein Lieblingscover von allen Iron Maiden-Alben ist. Die ganze Atmosphäre auf dem Bild ist großartig, Eddie sieht wütend und bissig aus wie nie, das bluttriefende Beil erwärmt das Herz das Horrorfans, hier stimmt einfach alles. Vielleicht finde ich "Live After Death" diesbezüglich noch etwas besser, aber sicher bin ich mir da nicht. Album Nummer Zwei, zugleich das letzte mit Sänger Paul DiAnno, zwar nicht mehr ganz so deutlich im Punk verwurzelt wie das Debüt, aber so viel weniger nun eben auch nicht. Der Titelsong ist vermutlich mein DiAnno-Lieblingssong, was für eine aggressive, räudige Veranstaltung mit Paul in der Form seines Lebens. Sein Lachen ganz am Ende der letzten Strophe, da geht mir jedes Mal das Herz auf. "The Ides of March / Wrathchild" – was für ein unglaublich großartiges Eröffnungsdoppel. Die Punknummer "Purgatory", das ausladendere und nachdenklichere "Prodigal Son", das fantastische "Murders in the Rue Morgue" und das mir viel zu oft unter den Tisch gekehrte, völlig fantastische "Drifter" sind die weiteren Highlights von "Killers". Aber auch an "Innocent Exile" oder "Twilight Zone" gibt es natürlich nichts zu kritisieren. "Killers" kommt nicht ganz ans Debüt heran, aber es ist trotzdem ein durch und durch fantastisches Album.


DIE PLÄTZE 4 BIS 1

So - das letzte Viertel des ersten Listensofas. Durchhalten, bald ist es geschafft. Kommen wir also langsam zum letzten Teil des zumindest gefühlt bisher längsten Artikels in der Thekenumschau. Es ist natürlich völlig klar, dass wir nun den absoluten Zenit erreichen und man diese Alben im Schrank haben muss, es kann einfach gar keine Ausrede geben.

 

Platz 4: Powerslave (1984)

Eigentlich beschämend, dass ich "Powerslave" immer noch nicht auf Vinyl besitze, denn dieses detailverliebte und schlichtweg fantastische Cover schreit natürlich mit jeder Faser danach. Mit dem Thema Ägypten kriegt man mich ja ähnlich wie mit dem Thema Seefahrt immer ziemlich schnell, aber wie großartig "Powerslave" aussieht, muss man trotzdem noch einmal gesondert erwähnen. Die Musik steht dem in nichts nach. Oft liest man ja die Meinung, dass auf "Powerslave" vor allem die ersten beiden und die letzten beiden Lieder gut sind und der Rest eher Füllmaterial. Das halte ich allerdings für groben Unfug. Natürlich sind die Singles "Aces High" und "2 Minutes to Midnight" (ein Song, an dem ich mich mal viele Jahre sattgehört hatte und den ich heute wieder großartig finde) grandios. Natürlich zieht das 13minütige Epik-Monster "Rime of the Ancient Mariner" alle Register, die es gibt, und natürlich ist der Titelsong (an manchen Tagen für mich das beste Lied, das Maiden je gemacht haben) außerweltlich gut.

Aber deswegen ist der Rest doch kein Füllmaterial. Insbesondere "Flash of the Blade" und "The Duellists" können alles, und auch die beiden anderen Songs sind großartig. Wenn der Eindruck entsteht, dass die mittleren vier Lieder abfallen, dann meiner Meinung nach nur, weil besonders die letzten beiden Songs von "Powerslave" tatsächlich ganz besonders hell strahlen. Insgesamt ist und bleibt diese Platte aber von vorne bis hinten grandios.

 

Platz 3: Iron Maiden (1980)

Wie man sieht, habe ich zwar peinlicherweise nur den Re-Release mit dem Schäbi-Cover, aber trotzdem steht das Iron Maiden-Debüt für mich auf dem Treppchen und heimst die Bronze-Medaille der Banddiskographie ein. Auch wenn Steve Harris sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, ist "Iron Maiden" natürlich vor allem ein Punk-Album. Oder besser, die Verbindung aus Punk und Metal, wie sie danach niemals wieder besser gelungen ist, nicht einmal ansatzweise. Wie rotzig Maiden hier in Songs wie "Prowler", "Sanctuary", "Charlotte the Harlot" oder "Iron Maiden" klingen, ist doch eine wahre Freude. Die Mittzwanziger haben eine Wut und Energie im Bauch, die sie danach niemals wieder in dieser Form konservieren konnten. Mit dem ruhig-nachdenklichen "Strange World", dem ebenfalls etwas gebremster agierendern "Remember Tomorrow" und natürlich dem ausufernden "Phantom of the Opera" setzt die Band zudem genügend Kontrastpunkte und bringt Abwechslung ins Spiel. Gerade "Phantom of the Opera" (dieser Mittelteil, meine Güte!) nimmt schon ein wenig was von der epischen Ausrichtung der Band in späteren Jahren vorweg – hier wirkt es noch mehr wie ein Experiment, allerdings eines, das von vorne bis hinten als gelungen bezeichnet werden muss. "Iron Maiden" - eines der besten Debütalben aller Zeiten.

 

Platz 2: Seventh Son of a Seventh Son (1988)

Bei diesem Album habe ich meine früheste Erinnerung an Iron Maiden: Damals im Alter von 10 Jahren durchforstete ich mit einem Schulkumpel heimlich die Plattensammlung von dessen großem Bruder und das Cover von "Seventh Son of a Seventh Son" beeindruckte mich nachhaltig, verstörte mich und verfolgte mich bis in meine Träume. Man kannte ja nichts!

Davon ab ist "Seventh Son of a Seventh Son" soweit ich weiß das einzige Album von Maiden, das zumindest lose als Konzeptalbum bezeichnet werden kann. Ausgeklügelt wirkt hier alles, in Sachen Epik und Breitwand-Arrangement das Ende der Fahnenstange, mehr ging nicht mehr oder hätte albern gewirkt. Keyboards nehmen eine nicht unerhebliche Rolle auf diesem Album ein, die Stimmung ist unterkühlt, fremdartig, eisig, passt genau zum Cover-Artwork, das sich auf der Rückseite fortsetzt. Der Titelsong ist mein persönliches Lieblingslied des Albums, hier stimmt einfach alles, ganz besonders den Übergang von dem atmosphärischen Mittelteil in den abschließenden Instrumentalpart höre ich mir eigentlich immer direkt drei bis fünf Mal hintereinander an, bevor ich das Lied zu Ende laufen lasse. "Infinite Dreams", "Moonchild", "The Prophecy", "Only the Good Die Young" – Zehnpünkter, wohin man blickt und auch die drei Singles stehen dem Rest in nichts nach, auch wenn "Can I Play with Madness" zeitweise auch drüber war, aber ähnlich wie "2 Minutes to Midnight" liebe ich ihn heute wieder sehr. Insgesamt vielleicht Iron Maidens rundestes, in sich geschlossenstes Album, aber ganz knapp aus meiner Sicht nicht ihr bestes.

 

Platz 1: Somewhere in Time (1986)

Denn das wird wohl auf ewig dieses für mich sein. "Somewhere in Time" ist perfekt, und zwar bis ins allerletzte Detail. Es gibt nicht einen Song, nicht mal eine Sekunde dieser Platte, die ich in irgendeiner Form als schwächer ansehen würde als den Rest.

Acht Songs, acht Mal mit Anlauf ins Schwarze. Die eingängige Adrian Smith-Nummer "Wasted Years" killt mich genauso wie die ausladende Harris-Komposition "Alexander the Great". Das unfassbare "The Loneliness of the Long Distance Runner" lässt mich ebenso ehrfürchtig erstarren wie "Sea of Madness", bei dessen Strophen ich mich jedes verdammte Mal in Gedanken durch diese grandiose Blader Runner-Stadt des Covers (und vor allem Backcovers!) bewege. Der Opener "Caught Somewhere in Time" mit seinem schier endlosen Solopart und dem furiosen Ende begeistert genauso wie das pfeilschnelle "Déjà Vu". Und auch das gelegentlich als Schwachpunkt bezeichnete "Heaven Can Wait" mit diesem legendären "Ohohoh"-Part sprengt genauso jede bekannte Punkteskala wie die zweite Single, das treibende, schiebende "Stranger in a Strange Land".

In dem Artwork habe ich mich schon so manche Stunde verloren, der Sound ist für mich der beste und passendste (knapp vor "7th Son"), den Maiden jemals hatten, und selbst die an sich wirklich überhaupt nicht gehenden 80er-Bandfotos auf diesem albernen futuristischen Auto kann und werde ich niemals peinlich finden. "Somewhere in Time" ist eines der besten Alben, die je erschienen sind, nicht nur im Heavy Metal, sondern ganz allgemein gesprochen. Ich kenne jede Note, jedes Detail auswendig und will es doch immer und immer wieder hören. Und ich weiß, dass sich das auch niemals ändern wird. Trotz zahlreicher Klassiker im Katalog – das hier ist unumstößlich meine Nummer 1 von Iron Maiden.


So, damit endet die erste Runde des Listensofas. Sofern überhaupt noch jemand dabei ist, hoffe ich, dass es trotz der Länge ein wenig unterhalten hat. Die Liste ist (natürlich) rein subjektiv und erhebt keinerlei Anspruch auf Wahrheitsgehalt, das dürfte klar sein. Man kann, darf und soll das gerne alles komplett anders sehen.

Mir hat es tatsächlich recht viel Spaß gemacht und ich denke, dass ich dieses Konzept auch noch auf andere Bands anwenden werde.

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Kommentare: 8
  • #1

    M.o.D (Dienstag, 14 Mai 2019 20:15)

    Wahn.
    Fast völlige Übereinstimmung.

  • #2

    snome (Dienstag, 14 Mai 2019 21:58)

    Ich würde höchstens ne 10er Liste zusammen kriegen, weil ich im im Grunde nur die ersten neun Alben und dann wieder Brave New World kenne. *g*

    Die Alben mit Blaze habe ich (ohne Scheiß!) in meinem ganzen Leben noch nicht ein einziges Mal gehört, ebensowenig wie AMOLAD und Book of Souls. DoD und Final Frontier immerhin jeweils einmal. Zu einem zweiten Durchgang konnten sie mich beide nicht animieren. lol
    Selbstverständlich kennt man aber die jeweiligen Highlights dann doch wieder irgendwie... Und da sind natürlich auch einige echte Perlen dabei. Du hast sie eigentlich alle mit ausgezeichnetem Riecher hervorgehoben. Wie überhaupt das Lesen voll Bock gemacht hat, auch wenn ich inhaltlich logischerweise nicht immer 100 % mit dir übereinstimme.

    Ich könnte gar keine Liste erstellen, das ist bei mir zu tagesformabhängig.

    Außer:

    Platz 1: Für immer, ewig und drei Tage: Powerslave
    Ohne Begründung. In Gesetzbüchern wird nunmal nichts begründet! *g*

    Letzter Platz der mir bekannten Alben: No Prayer for the Dying
    Vom ersten bis zum letzten Song alberner Totalrohrkrepierer, dem ich neulich (warum auch immer) mal wieder ne Chance gegeben habe. Mit dem immer gleichen Ergebnis: Schrott!

    Alles dazwischen schwankt zu sehr.
    Bester Sound imo auf Piece of Mind. Auch das Cover ist GANZ weit vorne, aber Killers, da gebe ich dir Recht, ist wohl noch eine Nasenlänge davor. Auch als Platte unverwüstbar geil! Diese Energie! LMAA!!!

    Danke für die Kurzweil!

  • #3

    snome (Dienstag, 14 Mai 2019 22:27)

    Nachtrag:

    Selbst Powerslave ist nicht unbedingt immer meine musikalische Nummer eins. (Aber sehr oft! *g*)
    Das könnte jeden Tag ein anderes Album sein. Aber ohne zu übertreiben, kann ich behaupten, dass dieses Album mein Leben verändert hat. Und das, obwohl ich zum Zeitpunkt des Erscheinens bereits alle Vorgänger-Alben kannte, gnadenlos abgefeiert und abgöttisch geliebt habe.
    Jedoch: Die Powerslave-Show war das erste richtige, große Metal Konzert, das ich jemals gesehen habe. Was für ein Einstieg! Als fuffzehnjähriger Flaumbarträger mit rudimentärer Möchtegernkutte hat mich dieser Abend, dieses Erlebnis mit der kompletten Ägypten-Show, Mumien-Eddie, Planken Geknarze, Gechichten-Erzähl-Onkel und Übergang in Pyro-Wahn bei ROTAM, aber eben auch die überirdische musikalische Performance, dermaßen aus den Adidas-Allround-Klotschen geplästert, dass ich dafür bis heute eigentlich kaum Worte finde. Und es hat mich für immer geprägt!
    Danach wollte ich eine Gitarre haben, hab sie auch gekriegt... und für jeden, der sich mal länger als 3 Minuten mit mir unterhalten hat, erübrigt sich der Rest. Die Bedeutung und Tragweite, die dieser Abend für mich hatte, kann ich für meine Entwicklung als Mensch und Persönlichkeit selbst kaum ermessen. Gigantisch!
    Manchmal sind es nur ein paar Noten in einem Gitarrensolo, die ein Leben verändern können. Wirklich nur ein paar einzelne Töne! Das Gitarrensolo von Highway Star, der Übergang bei Heaven and Hell vom schleppenden in den flotten Part, Stargazer, die Lead-Duelle auf Defenders of the Faith, und eben auch das Solo von Powerslave! (Dave, natürlich! *g*)

    So, jetzt habe ich fast mehr gesülzt, als du über den kompletten Maiden-Katalog. lol

    Thank you and good night!

  • #4

    Tobi Thekenumschau (Mittwoch, 15 Mai 2019 07:35)

    Danke @snome für diese ausführlichen Kommentare. So macht das Spaß :)
    Huld @ Konzert-Erfahrungsbericht, absolut geil.

    @MoD: Kann man mal sehen. Manchmal kommen wir eben doch auf einen gemeinsamen Nenner *g*

  • #5

    Apparition (Mittwoch, 15 Mai 2019 08:12)

    Toll geschrieben, da hab ich fast nichts mehr hinzuzufügen. Ausser:

    - Auf Dance of Death befindet sich mit "Rainmaker" einer meiner Lieblingssongs der "neuen" Maiden. Komischerweise mag den anscheinend keiner außer mir.
    - "Fear of the Dark" kann ich immer noch mit Genuß hören, was daran liegen mag, dass die Metaldisco-Zeit dieses Songs anscheinend vorbei ist (und ich generell nicht mehr so oft in Metaldiscos gehe *lol*).
    - Der Song, der bei mir in die "totgehört"-Rubrik fällt, ist viel eher "Run To The Hills", und leider auch ein wenig "The Number Of The Beast". Generell finde ich das Album von den ersten sieben am schwächsten.
    - Besondere Zustimmung auch zur Platzierung von "AMOLAD". Da sind wirklich ein paar starke Songs drauf, auch wenn die meisten davon zu sehr in die Länge gezogen und das Album insgesamt zu lang ist. Aber gerade "The Pilgrim" gehört auf jede Maiden-Best-of.
    - Und wegen Peace Of Mind: Neben dem Debüt sicher mein Lieblingsalbum, und weil Du es nicht erwähnst, mach ich's: TO TAME A LAND!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • #6

    Tobi Thenenumschau (Mittwoch, 15 Mai 2019)

    Danke fürs Feedback :)
    Rainmaker habe ich mir gerade extra nochmal angehört - Boah nee. *g*
    To Tame a Land habe ich zwar kurz erwähnt, aber eigentlich hätte ich das tatsächlich stärker hervorheben müssen, von daher danke *g*
    Run to the hills müsste rein von der Logik her auch bei mir komplett totgehört sein, aber es geht einfach immer.

  • #7

    Miffy (Mittwoch, 15 Mai 2019 17:56)

    Fein, fein. :-)

    Ab und an hast Du vergessen, die Petersilie aus den Ohren zu nehmen ("Wasting Love" ist super, genau wie "Die with Your Boots On"), aber ohne Aussetzer wäre ja auch langweilig.

    Inzwischen ist SIT auch mein Favorit, bis vor ein paar Jahren war es immer SSoaSS.

  • #8

    RofL (Donnerstag, 16 Mai 2019 10:50)

    Großartig :)
    Die Maiden-Ecke meines CD-Regals hat zwar noch ein paar Lücken, die ich bei den 90er, 00er und 10er Alben wohl auch nicht unbedingt füllen muss, aber dem meisten kann ich mich gut anschließen.
    Und auch für mich ist Somewhere in Time Nummer 1, ziemlich klar sogar. Wie sehr ich beim Lesen gerade schon wieder Bock bekommen hab, die Scheibe durchzuhören, und bei jedem Titel direkt eine Melodie oder Textzeile im Ohr hatte...