Schmuddelkinder Part 4: My Dying Bride - 34,788%... Complete (1998)

My Dying Bride, meiner Meinung nach die beste Metalband der Welt. Seit nunmehr 25 Jahren, zwölf regulären Studioalben und diversen EPs liefert die britische Doom/Death-Legende Qualität ab. 1998 jedoch erschien mit ihrem fünften Album "34,788%... Complete" eine Platte, die die Gemüter spaltete. Dass man sich (wie man heute weiß vorübergehend) vom Death Metal bereits seit zwei Platten verabschiedet hatte, war eigentlich bei den Fans in meiner Erinnerung relativ geräuschlos durchgegangen. Nun aber sprachen die Reviews und Vorabberichte von modernem Sound, Experimenten, von Trip Hop gar. O tempora, o mores! Gut - und dann war es natürlich auch noch das erste Album ohne Martin Powell, sprich: Es gab keine Violine mehr. 

Ist diese Platte wirklich so anders, wie sie seinerzeit gemacht wurde? Kann eine Band wie My Dying Bride nicht einmal experimentieren, ohne dafür auf den Sack zu bekommen? Sind die Experimente, sofern es welche gab, überhaupt geglückt? Mit fast 20 Jahren Abstand: Wollen wir doch mal sehen!

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